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Integrations-Dilemma

Probleme bei der Integration


Bei der vielfach gewünschten, ja geradezu beschworenen Integration tun sich gewichtige Probleme auf. Beispielsweise stellt sich die Frage, wie sich der Islam mit der deutschen Gesellschaft vereinbaren lässt. Kann der Islam überhaupt ein Teilb_mosch_10.1_1_[1] Deutschlands sein oder kann er dies grundsätzlich nicht? Wie könnte der Islam beispielsweise vor dem Hintergrund einer solchen Aussage ein Teil Deutschlands sein. Die deutsche Staatsräson verbietet solches. Warum sollte der Islam ein Teil Deutschlands sein? Der Islam muss überhaupt kein Teil Deutschlands sein. Seit Jahrzehnten leben Moslems in Deutschland, ohne dass der Islam ein Teil Deutschlands war und die meisten haben sich hier wohlgefühlt. Aber originär Deutsche fühlen sich vielleicht nicht mehr wohl, wenn der Islam ein Teil Deutschlands sein sollte.
Der Islam und die gewachsene deutsche Gesellschaft sind nicht miteinander vereinbar. Würde z.B. die Scharia Anwendung finden, so würde dies für mehr als 95 % der nicht muslimischen Bevölkerung katastrophale Folgen haben. Der Lebensstil, beispielsweise nur im Hinblick auf Alkoholkonsum und Kleidung der Frau würde nahezu die gesamte Bevölkerung der Auspeitschung aussetzen. Eine Politik, die solches nicht beachtet, gleichzeitig aber die Weichen zu einer solchen Entwicklung stellt, ist verwerflich, geradezu verbrecherisch, sie ist unzumutbar für Deutsche. Deshalb muss jedem Versuch eines Politikers, den Islam zu einem Teil Deutschlands zu erklären, vehement Widerstand entgegen gesetzt werden, unabhängig von seiner Stellung oder Parteizugehörigkeit.

Man kann sich kaum des Eindrucks erwehren, dass weite Teile der deutschen Politik parteiübergreifend in Unkenntnis und Fahrlässigkeit handeln und sich vermutlich der Folgen ihres törichten Tuns nicht bewußt sind.

Nicht die deutsche Gesellschaft muss sich dem Islam anpassen, sondern die Moslems, wenn sie in Deutschland leben wollen, müssen versuchen, sich einzurichten und anzupassen - wobei sie niemand zwingt, den ganzen deutschen oder westlichen Lebensstil zu übernehmen. Aber einige zentrale Punkte müssen übernommen werden, beispielsweise, dass Frauen gleichberechtigt sind, oder dass Juden keine Schweine sind. Wollen Muslime dies nicht oder sind sie der Überzeugung, dies nicht mit ihrer Religion vereinbaren zu können, so ist dies zu respektieren, aber dann sind sie am Zug, einen Modus zu finden, wie sie damit am besten umgehen können. Sollten sie zum Ergebnis kommen, hier in Deutschland dann nicht mehr leben zu können, so ist dies zu respektieren.

Ein besonderes, integrationspolitisches Problem ergibt sich aus der Verbindlichkeit der Religion, d.h. des Korans für Muslime. Der Koran wird als verbalinspiriert und in der originären arabischen Version als absolut verbindlich angesehen. Vor diesem Hintergrund wäre es und ist es höchst problematisch, von den Muslimen zu verlangen, ihre religiösen Grundsätze zu ändern, beispielsweise im Widerspruch zum Koran die Gleichberechtigung der Frau zu fordern. Die Frage stellt sich, ob diejenigen Politiker, die Integration fordern letztlich genau das wollen. Hier stellt sich die Frage der Machbarkeit, gerade vor den Hintergrund eines ausgeprägten religiösen Denkens seitens der Muslime. Vermutlich wäre es fairer, die Moslems ziehen zu lassen, als von ihnen zu verlangen, ihre religiösen Grundsätze zu ändern. Aber verlangt nicht genau das die Integrationspolitik letztlich? Wo - so ist zu fragen - bleibt hier die Fairness gegenüber Muslimen? Gerade bei einer Religion, die von einer absoluten Verbalinspiration ausgeht, dürfte ein solches Ansinnen höchst problematisch sein. Noch kein Integrationsprotagonist hat bisher eine Lösung für dieses Dilemma aufgezeigt. Wie soll dieses Dilemma gelöst werden? Etwa in einem Kampf der Kulturen. Diesen sollte man - wenigstens im eigenen Land - tunlichst vermeiden.

Wenn die deutsche Gesellschaft ihre Wertvorstellungen wie beispielsweise die Gleichberechtigung von Mann und Frau beibehalten will, der Koran dem jedoch widerspricht, wie soll es einen Konsens geben? Etwa indem man das Grundgesetz ändert oder indem die Muslime den Koran ändern? Beides wären törichte Forderungen. Könnte man dies überhaupt von der einen oder anderen Seite verlangen?

So wie die Dinge liegen, gibt es keine Vereinbarkeit der Positionen. Wenn dies so ist, dann muss es eben akzeptiert werden.
Das Grundgesetz fordert jeden Bürger dazu auf, Widerstand zu leisten, wenn die freiheitlich - demokratische Grundordnung in Gefahr gerät. Sollte also ein Integrationsfanatiker das Grundgesetz ändern wollen, so ist ihm Widerstand entgegen zu setzen. Andererseits ist der Koran mit der bestehenden Grundordnung nicht vereinbar. Dies wird letzteren Endes vermutlich auch aus islamischer Sicht so gesehen.

Insofern sieht es so aus, dass sich die konträren Positionen nicht harmonisieren lassen.
Was ist nun die Lösung des Problems? Es gibt vermutlich keine Lösung, die auf jeder Seite Jubel auslöst. Doch an der Tatsache,  dass die Integrationsvorstellungen und -forderungen vermutlich illusorisch sind, ändert dies nichts. Dass es zu einer weitgehenden Angleichung kommt, ist nicht zu erwarten. Wenn dann die Anpassung an Islam und Scharia auch nicht gewünscht sind, bleibt nur die gegenseitige Distanz, welche Ausprägung diese konkret auch immer finden mag.

Auf jeden Fall aber sollte man von Seiten des deutschen Staates allen Moslems von vornherein klar machen, dass sich die deutsche Gesellschaft dem Islam nicht unterwerfen und auch nicht annähern will und man die Scharia hier nicht übernehmen will. Dann wissen alle Muslime, dass ihre entsprechenden Ziele auf Widerstand stoßen. Das gehört zur Offenheit und Fairness gegenüber Moslems - sie werden mit der Wahrheit konfrontiert, damit sie sich dann daran ausrichten können.

 

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