Anti-deutsch
Das Wort ‚anti-deutsch‘ hat Einzug gehalten in die deutsche Sprache. Vor Jahrzehnten gab es das Wort so gut wie nicht und noch vor wenigen Jahren, war es weitgehend unbekannt, während es heute im Sprachgebrauch gängig ist.
Worte bilden Sachverhalte ab und wenn es zu neuen Sachverhalten kommt bzw. wenn neue Sachverhalte wahrgenommen werden, braucht man Worte und Begriffe, um sie zu beschreiben. Das Wort anti-deutsch spiegelt einen Sachverhalt wider, der vorhanden ist und wahrgenommen wird, der sogar zum zentralen Narrativ der deutschen Politik wurde und nun auch von vielen als politische Realität erkannt wird, nämlich: Teile der deutschen Politik-Szene sind gegen Deutschland, sehen im Deutschen ein Problem, wollen Deutschland auflösen (in der EU) und meinen, wenn es das Deutsche nicht mehr gäbe, wäre die Welt besser.
Diese Haltung ist in Ansätzen ein Abbild des Antisemitismus, wonach man im Judentum das Problem der Welt erkennen wollte und meinte, ohne das Jüdische wäre die Welt eine bessere. Im Mittelalter wurde im Abendland der jüdische Bürger als Störfaktor erachtet, weil er sich nicht eingliedern ließ in die Christianitas und nachdem in der Neuzeit im Zuge der Judenemanzipation endlich die (wenigstens formale) Gleichberechtigung der jüdischen Bürger erreicht war, kam es im 20. Jahrhundert zur Eruption eines brutalen Antisemitismus mit der Ermordung von Millionen von Juden. Nach dem Zweiten Weltkrieg erfuhr die jüdische Welt Mitleid und Sympathie und bis heute gibt es Bewunderung für den sich in einer feindlichen Umgebung behauptenden Staat Israel. Andererseits machte sich Judenhass wieder breit, auch in den Ländern, wo die Judenemanzipation Selbstverständlichkeit blieb und zwar dort, wo auf Grund der Zuwanderung kulturfremder, religiöser Menschen neue Elemente in die Gesellschaft eindrangen. Die Masseninvasion von nicht durch Christentum oder Aufklärung geprägten Menschen verändert die westliche Gesellschaft in Deutschland und Europa.
Die Bibel sagt: Das Heil kommt von den Juden. Daher weiß jeder, für den biblische Aussagen Bedeutung haben, dass Antisemitismus vom Übel ist. In der Bibel steht nicht, das Heil komme von den Deutschen und trotzdem ist das Anti-Deutsche vom Übel. In der westlichen Welt weiß man, dass Antisemitismus zu keinen guten Resultaten führt und distanziert sich, bekämpft ihn sogar. Das Anti-Deutsche wird aber nicht bekämpft, sondern wohlwollend geduldet, sogar gefördert und unterstützt. Dabei tritt die Eigenart auf, dass auch solche das Deutsche bekämpfen, die selbst deutsch sind und auf eine lange deutsche Generationenfolge zurückblicken können. Das gab es im Judentum nicht, der Antisemitismus war immer nur eine Sache von außerhalb.
In der deutschen Gesellschaft wird in den etablierten Kreisen der Antisemitismus als Problem erachtet, zurecht. Das größere Problem ist jedoch das Anti-Deutsche. (Das Pendant zum Antisemitismus ist der Begriff Antigermanismus, ein Wort, das eine negative Assoziation zeitigt und im Sprachgebrauch als Äquivalent zum Antisemitismus eher zu vermeiden ist.) Das Anti-Deutsche wird jedoch nicht als Problem, sondern als Lösung erachtet. Während der Antisemitismus meistens schnell entlarvt ist, verhält es sich bei der anti-deutschen Politik anders: Sie appelliert an deutsche Schuld, an Verantwortung, an den Fortschritt durch Internationalismus, und kann sich vor allem gut tarnen, denn es ist eigentlich nicht vorstellbar, dass Deutsche gegen Deutsches sind, d.h. Deutsche gegen sich selbst sind. Die beste Tarnung für eine schlechte Politik besteht darin, dass Deraratiges für nicht möglich und existent gehalten wird, d.h. man nicht glauben kann, dass es bestimmte Ungeheuerlichkeiten überhaupt gibt (die Judenvernichtung in den Konzentrationslagern beispielsweise hat der Normalbürger nicht für möglich gehalten). Bis vor kurzem hielt der Normalbürger eine anti-deutsche Politik, die von Deutschen ausgeht, auch für kaum möglich. 1945 wurden die Fakten über die Verbrechen an Juden publik und heute zeigen sich mehr und mehr die Folgen der anti-deutschen Politik. Sofern sich die anti-deutsche Pseudo-Elite in Politik und Gesellschaft durchsetzen kann, steht es schlecht um das Deutsche, d.h. um Deutschland und seine Menschen – Deutschland und die Deutschen sind dann in existentieller Gefahr.